h weiß nicht, wie es euch geht in unserer ach so modernen gefacebookten und vertwitterten Instantwelt – die Inhalte und Themen der Massenmedien, ob Printmedium oder elektronisches Medium – öden mich mehr und mehr an. In allen Lüften hallt es wie Geschrei, Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei und an den Küsten – liest man – steigt die Flut. Aber glücklicherweise gibt es ein ganz wundervolles Medium, das von keiner Stromversorgung abhängig ist ( höchstens in der Dunkelheit, aber da täte es zur Not ja auch eine Kerze), das man überall und jederzeit nutzen kann, in das man sich versenken kann, das fremde und/oder unverständliche Themen bereithält, Horizonte erweitert und eben nicht so einfach mal weggeklickt werden kann: das Buch. Wie herrlich ist es, gerade in unseren vertrumpten und durchputinierten Zeiten, den Worten und Phantasien von Philosophen, Romanciers, Lyrikern, Satirikern, Weltverbesserern, Kritikern, Clowns und anderen zu begegnen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen? Bisweilen tut ein Rückzug in die Innerlichkeit mehr als Not, um unsere aus den Fugen geratene Welt überhaupt ertragen zu können. Und dann ist auch wieder Kraft für Widerstand und Mitwirken da.
Der einundzwanzigjährige Kafka schrieb 1904 an seinen Freund Oskar Pollak “Ich glaube, man sollte überhaupt nur noch solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? [...] Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.” Aha. Gebissen werden, gestochen werden, um wieder sich selber zu fühlen, den anderen zu fühlen, die Not und den Missstand wahrnehmen zu können? Warum nicht, wenn es die Leistung eines Buches ist und eben nicht der Quatschzirkel einer Will, einer Illner oder der Kommentare im Spiegel oder des Senfes auf Twitter und Fratzenbuch.

*- Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904, in: Franz Kafka: Briefe 1902-1924. S. Fischer Verlag. Lizenzausgabe für Europa von Schocken Books New York 1958, S. 27.

Wer ist wir, und was können “wir”?

Kriege beenden?

Das Klima retten?

Den Rüstungswahn beenden

Reichtum gerecht verteilen…

Ein Teil der Natur sein…

Den nächsten lieben…

Freiheit gewähren…

statt von Freiheit zu faseln… [weiter ...] »

Vor einigen Jahren war ich mit Familie in Indien, Auroville, die sog. Stadt der Zukunft. Wie auch immer, wir besuchten ein Restaurant und erfrischten uns an landestypischen heißen Getränken, oder war es doch Kaffee?
Egal, – wir saßen dort entspannt mit einem ansässigen Bekannten am Tisch und tauschten ein paar Gedanken aus. Mir fiel auf einmal auf, dass überall Fliegen sassen und herumschwirrten. Das nervte ziemlich, denn sie setzten sich respektlos auf Tassen und Geschirr, sowie auf Arme und Beine. Der Entspannungsfaktor verringerte sich merklich. [weiter ...] »

Blauer Himmel, hochsommerliche Temperaturen, die Hundstage sind da.

Ein prächtiger Sommer, seit Wochen klares Wetter unter Hochdruckeinfluss, fast kein Regen, das Thermometer klettert oft über die 30 Grad Marke, auch hier oben im Norden, in Schleswig Holstein,  ja, hier sogar ganz besonders.

Für Urlauber ein Paradies, für viele Bauern ein Grund zur Klage, bloß wo – beim Obersten Klimagericht? Woanders, im Mittleren Italien  zB, eigentlich die klassische Gegend für Azurro und molto Sole, waren die Wetterbedingungen diesen Frühling/Sommer bisher eher reserviert, untypisch kühl, genaugenommen. Aber das sind nur Ausschnitte aus einem großen Mosaik. [weiter ...] »

Guten Tag,

Frau und Herr Sowieso aus Sonstwo in Deutschland

mit oder ohne Migrationshintergrund,

hallo Leute, Menschen wie Du und ich, auch umgekehrt,

ich grüße alle, wirklich alle, ohne wenn und aber,

also jede Person und dies absolut frei von Vorurteilen,

ob arm, ob reich – beim Grüßen bin ich tolerant. [weiter ...] »

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schwimmen ist zeitlos
die vergangenheit sieh nur sie verschwimmt
vor unseren augen
heute… gehen wir schwimmen du und ich
silberorfe und goldfisch
makrelenschwärme nirgendwo
das morgen es scheint verschwommen
auf des meeres grund [weiter ...] »

Lichtschimmer zwischen dem Geäst

die Matte schaukelt träge

darin ich – ein schrumpfender Wurm

der heute nicht nüchtern werden möchte

Habe großartige Pläne

wie ich türmen werde [weiter ...] »

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