Mein Erzfeind. Schlechte Texte. Dazu noch eine offene Bar und eine Langeweile, die mich schon das ganze Wochenende, wenn nicht sogar mein ganzes Leben lang befallen hatte, sind eine gefährliche Kombination und wenn der schlechte Text dann auch noch von mir stammt, ist alles vorbei.

Gleich müsste ich auch schon an der Reihe sein, aber dass es ein Desaster werden würde, wusste ich schon vor zwei Stunden, als ich kurz vor der Veranstaltung meinen auswendig gelernten Text über den Haufen warf, um meine ersten Eindrücke über die Leipziger Buchmesse festzuhalten und gleich vorzutragen.

[weiter ...] »

Wir feiern Geburtstag. zeitverdichtet wird heute sage und schreibe sieben (in Ziffern 7) Jahre alt. Wer hätte das gedacht. Ein Dank an alle Autoren und Leser, die unserem kleinen Literaturschiff die Treue gehalten haben!

Miou
Marc Domin

Für den kleinen Strach gab es Liebe und Schmetterlinge, Freiheit und kleine, sanfte Wesen, die sich an ihn schmiegten. Alles andere existierte für ihn nicht. Es war seine Welt und er nannte sie Welt 0.
Einzig, wenn er in seiner realen Welt war, zerflossen Wirklichkeit und Wahrheit zu einer strukturlosen, fahlen Masse. Es war sich dessen nicht bewusst, aber er musste diesen Sog schon lange vor der Zeit gespürt haben. [weiter ...] »

Traurig schaut Mietje sich um. Hektisches Gewuseln, überall  fremde Menschen, ihre Freundinnen waren extrem nervös. Elisabeth, Franzi, Glögje, Anni, Patti und Klattusa sind schon nicht mehr zu sehen.

Gemeinsam mit Mareike, Wolki und Berta steht  sie zusammen. Ratlos. Unruhig. Wo sind die anderen? [weiter ...] »

Due

Da liegt es, ein Buch, aus der Hand gelegt, und nun wieder verschlossen, zugeschlagen. Es hatte sich geöffnet und seine Botschaft frei gegeben. Ich habe meinen Teil davon verstanden, es geht irgendwie um Leben und Tod, und um Lieben und  Lieben lernen, immer, wenn ich’s mal ungebührlich runterbreche.

Und wie immer gehe ich beim Lesen schrittweise vor. Ich schreite förmlich voran. Ein Schritt links, einer rechts – linke Seite, rechte Seite. Oben links ist der Neuanfang, unten rechts, das, vorläufige, Ende. Ich vermute, dieser Dualismus, wirkt, ganz subtil, Akzente setzend, Geschichten in der Geschichte modellierend. Vielleicht wurde das ja mal untersucht, wissenschaftlich? Ja bestimmt, gibt’s darüber verifizierte Erkenntnisse, ob- oder ob, objektiv betrachtet, nicht. [weiter ...] »

Sie wollte von mir an dem Abend nur hören, dass man für seine Gefühle nichts kann. Sie wollte von mir eine Art Absolution, würde ich heute sagen – hätte ich es doch nur irgendwie geahnt.

Sie erzählte mir über dem üblichen Partylärm, Don´t stop believing von Journey lief gerade und sie krächzten den Song aus vollem Herzen mit, wie es nur solche mitkrächzen konnten, die durch den harten Alltag auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen wurden, dass sie sich in eine ihrer besten Freundinnen verliebt hatte. Simone ahnte davon natürlich nichts, ebenso ihr Freund Max.

[weiter ...] »

CoLyrik – Seitenhiebe

Ein offener Brief zum Thema Erdogan und seinen Nazi-Vorwürfen gegenüber Deutschland

Guten Tag,

hallo liebe Freunde mit türkischen Wurzeln, jene Zeilen sind nicht nur an euch gerichtet, sondern auch an diejenigen, die ich noch nicht persönlich kenne, aber die seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten hier in Deutschland leben, hier vielleicht sogar geboren sind. Diese Zeilen werden eventuell auch jene lesen, die ihre türkischen „Freunde“, Mitmenschen einschüchtern, bedrohen, nur weil sie anderer Meinung sind. Ich bin weltoffen, habe keine Vorurteile, bilde mir aber eine Meinung und darf diese auch äußern, da in Deutschland die Meinungsfreiheit erlaubt ist. [weiter ...] »

Tags: , , , , , , , ,

« Ältere Einträge