Archiv von P. Lindner

P. Lindner’s Artikel.

Beim LABO

Im Radio sprechen sie vom heißesten Tag
seit Beginn der Wetteraufzeichnung.
Wir harren aus wegen der Duldung
geduldig geschlagene sieben Stunden.

Der überfüllte Warteraum
im Schweißgeruch vieler Nationen
schweißgebadet auch wir. [weiter ...] »

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Aufgedunsene Gesichter der Kleinkinder –
puppenhaft aber deutlich morbider.
Die konnte man mit dem Fernglas zuerst erkennen.
Immer wieder wurden die offenen Münder
vom dreckigen Wasser und Motoröl umspült.
Die Augen waren weit gen Himmel aufgerissen –
es tat sich nichts. [weiter ...] »

Der Korridor ist lang und spärlich beleuchtet; ein paar flackernde Neonleuchten, die wie im Film darauf hinweisen könnten, dass jemand in einem Nebenzimmer auf einem elektrischen Stuhl gegrillt wird. [weiter ...] »

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Viele firsten ihr Dasein in einer abgefuckten Beziehung nur aus purer Verlustangst.

Rede etwas zu oft von „Bomben“ und „Terror“ und schon hat das BKA oder der BND dein Handy anvisiert – selbst wenn es ausgeschaltet ist. Dein Profil auf Facebook wird dann vermutlich ebenfalls überwacht, laut WikiLeaks von der CIA, die einfach geil auf viele personenbezogene Daten ist. Dazu meint der Begründer von WikiLeaks, Julian Assange: „Facebook ist die schrecklichste Spionage-Maschine die jemals entwickelt wurde.“ [weiter ...] »

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Die Bomben fallen noch, aber nicht mehr mit so einer Intensität. Ein Expeditionskorp der Marines steht zum Einmarsch bereit. Ein Klick weiter und man will bereits die Verantwortung jemanden anderen übergeben, die eigene Karriere retten. Irgendwo steht eine Hure vor einem KIK-Laden und schreit, dass sie billiger ist. Irgendwie erschreckt mich auch die Radioaktivität vom anderen Ende der Welt, aber ich kann noch nicht recht strahlen. Was mir wirklich den Wind aus den Segeln nimmt ist natürlich Knuts Tod und die Tatsache, dass ich heute noch keinen neuen Tarifvertrag einem Kunden andrehen konnte. [weiter ...] »

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Allen Hinterbliebenen gewidmet

Er hörte hinter die kleinen Steine rollen. Der Hügel lag unmittelbar hinter den Gleisen.
Als er das Geräusch der kleinen Geröll-Lawine vernahm, drehte er sich um und sah wie sein jüngerer Bruder abrutschte und gleichzeitig den Versuch unternahm irgendwo Halt zu finden. Schnell fuhr er herum, packte seine Hand und zog ihn den Bahndamm hinauf. [weiter ...] »

Etwas Schweres rollt über seinen Schädel, das ihm sein Hirn wie einen nassen Schwam in der Hand zusammenpresst. Die Flüssigkeit spritzt durch die Nasenlöcher. [weiter ...] »

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