Archiv von Stefan Schürrer

Stefan Schürrer, Schriftsteller.

E-Book “Die frühen Jahre eines Versagers” kostenlos auf https://stefanschrrer.wordpress.com/

Autorenseite:
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Hier bekommt ihr Alltagsprobleme und philosophische Fragestellungen verarbeitet in hyperrealistischen Texten.

Vorab, es gab leider ein Missverständnis bei der Anmeldung. Ich wurde als Fachbesucher geführt und nicht als auftretender Künstler, deshalb hatte man mich nicht bei der Programmgestaltung auf dem Schirm – im Nachhinein muss ich sagen, so hatte ich wenigstens die Möglichkeit, das ganze Programm der Veranstaltung auszukosten und war nirgends eingebunden. [weiter ...] »

“Ich muss wohl einsehen: Ich bin nicht besser, als der nächste Mann neben mir. – Ich werde richtig sauer, wenn das Mädel beim Date die ganze Zeit von einem Anderen schwärmt.” “Was? Echt jetzt? – Wow, also … ähm … da hast du dann aber auch jedes Recht zu, würde ich sagen.”, unterbreche ich ihn.

“Und als wir nach Hause kamen, hatte ich das Gefühl, wir wären wie ein altes Ehepaar, dass zu den Kindern nach Hause kommt, weil der Mitbewohner es sich kacken dreist auf der Couch gemütlich gemacht hatte und jede gute Stimmung mit seiner puren Anwesenheit zerstörte.”, ließ er sich aber nicht lange unterbrechen. “Okay? – Äh, erzähl mir doch erstmal die ganze Geschichte, am Besten von Anfang an, bevor …” [weiter ...] »

“Schade, dass er heute nicht kann.” “Ja, er meinte sowas wie, er muss noch unbedingt diese Klausuren korrigieren.”, warf ich meine Jacke in die Ecke und setzte mich im Schneidersitz aufs Sofa.

“Ach, die sind doch schnell korrigiert – ein paar weinende Sonnen für schlechte Leistungen und lachende Sonnen für gute Leistungen und bums, fertig ist die Kiste.” “Ha, und bei einigen gibt es dann fünf weinende Sonnen und eine lachende Sonne, weil es so traurig ist, dass es schon wieder lustig ist.”, bediente ich mich bei den Katzenleckerli, um die übliche, anfängliche Scheu der beiden Hauskatzen mit hohler Bestechung zu überwinden – ich habe schon immer gesagt, wenn man mit einer Geschichte nicht voran kommt, sollte man sich die Beine vertreten; [weiter ...] »

Ich komme am Bahnhof an und bin erschöpft, erschöpft vom Zugfahren, vom Wochenende und sowieso vom Alltag und von den Menschen – kurz: ich bin erschöpft vom Leben; trotzdem entscheide ich mich dazu, zu Fuß nach Hause zu gehen.

Ich brauche keinen digitalen Schrittzähler, der mir sagt, ich habe heute noch zu wenig Schritte gemacht; ich weiß auch so, dass ich ein fauler Sack bin. Mir wird es ganz gut tun, so laufe ich mir auf jeden Fall den Kater von der Seele und bin für das Familienfest nachher nüchtern. Da ist es halt nun nur etwas kontraproduktiv, dass ich mir schon wieder ein Bier für den Weg gegönnt habe, aber was will man machen – was muss, das muss, schmunzele ich.

An dutzenden Geschäften komme ich vorbei, alle haben Sonntagmorgens geschlossen. Die Zeiten aber, dass meine Heimatstadt ein perfekter Drehort für [weiter ...] »

“Ich fühle mich so langsam wie Carrie Pilby, um ehrlich zu sein. Jeder scheint nur noch von Sex zu reden; und es macht mich ganz wuschig, wenn du verstehst, was ich meine.”, kratzt er sich am Kopf, schüttelt dann aber nur mit dem Kopf, lacht: “Ach, nein. Nicht so, wie du jetzt vielleicht denken magst … ach, verdammt – vorher möchte ich mit der Person wenigstens ein bisschen quatschen, möchte sie zum Beispiel ins Museum ausführen, gemeinsam vor Gemälden stehen bleiben, meinen Arm um sie legen, ihr zuhören und ihr dabei verstohlen auf die Lippen schauen und mich wundern, wie sie wohl schmecken, ihr in unbemerkten Momenten hinterher blicken, mich fragen, wie sie wohl nackt aussieht, sie dann nach Hause bringen, ins Bett werfen, endlich ausziehen und ihren Körper erkunden …” – “Gott, wie lange hast du nicht mehr [weiter ...] »

Ich habe lange darüber nachgedacht, mal einen Text wie diesen hier zu schreiben und wusste nie, wie ich anfangen, geschweige denn, wie ich ihn aufbauen sollte. Ob ich ein Gespräch zwischen zwei Freunden inszenieren sollte, wie ich es vor ein paar Monaten noch zu jedem Thema getan hatte, um eine Botschaft rüber zu bringen oder ob ich einen inneren Monolog kreieren sollte, wo sich die Hauptfigur in der Geschichte von den Geschehnissen der Welt distanziert und in seine Gedanken abtaucht wie in einen Ozean; aber nichts davon hat mir zugesagt – dann habe ich dieses Video gesehen und mir wurde klar, ich muss einfach ein bisschen von meinem Prozess des Schreibens erzählen.

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Verkompliziere ich wieder alles oder ist es wirklich so komplex, dass mein Kopf nicht ohne Grund anfängt zu rauchen, wenn ich darüber nachdenke? Oder liegt es daran, dass ich die letzten Tage mit einer Grippe im Bett lag und an nichts anderes denken konnte, wirklich keine andere Beschäftigung hatte, als im Bett zu liegen und nachzudenken?

So viel Zeit habe ich schon damit verschwendet unglücklich zu sein, warum sollte ich jetzt nicht einfach mal glücklich sein dürfen? Habe ich, nach allem was ich durchmachen [weiter ...] »

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