Archiv von S. Steinebach

Worte lassen sich nicht zwingen
nur sanft in richt’ge Formen bringen
Worte sind des Dichters Brot
d’rum bringt er sie ins rechte Lot.

Und so wird Wort um Wort gerungen
bis das Gedicht ist wohlgelungen
und hat der Dichter das geschafft
erfreut es seine Leserschaft!

Mehr von mir gibt es auch hier: Lesestübchen für Interessierte

Wir feiern Geburtstag. zeitverdichtet wird heute sage und schreibe sieben (in Ziffern 7) Jahre alt. Wer hätte das gedacht. Ein Dank an alle Autoren und Leser, die unserem kleinen Literaturschiff die Treue gehalten haben!

2015, was für ein Jahr! Geprägt von Gewalt, Krieg, Terrorismus und Flüchtlingsströmen. Die Kälte, die uns jetzt im Dezember fehlt, scheint sich in den Herzen der Menschen eingenistet zu haben. Hass, Neid, Missgunst. Viele Menschen, von denen ich es nie erwartet hätte, haben in diesen Monaten ihr wahres Gesicht gezeigt, manche mit Ansichten, die mir die Seele gefrieren ließen. Aber auch hier darf man sich, meiner Meinung nach, nicht abwenden, man muss offen sein für Ängste und Vorurteile, schon um die Mauern nicht noch höher werden zu lassen. Allerdings gibt es für mich eine ganz klare Grenze. Hetze, Lügen und Gewalt gegen Flüchtlinge sind zu verurteilen und von diesen Menschen distanziere ich mich auf das Schärfste. [weiter ...] »

KINDER

Daniel ist 11 Jahre alt und schon so etwas, wie der Chef im Viertel. Das liegt daran, dass er eine Quelle von Klebstoff aufgetan hat. Geld haben die Kinder hier alle nicht, aber Daniel kann sie zu Dienstleistungen pressen. Plastiktüten gibt er gratis dazu. Daniel ist von zuhause weggelaufen, als er acht Jahre war und eines Nachts sein neuer Stiefvater in seinem Zimmer stand und ihn zum Oralverkehr zwang. Seiner Mutter, seit Jahren drogenabhängig, brauchte er nichts von dem Vorfall erzählen, das war ihm klar. [weiter ...] »

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Anmerkung: Dieses Märchen habe ich beim Stöbern in alten Dateien soeben wiedergefunden. Ich schrieb es (unter dem Pseudonym AnaisAnais) anlässlich des damaligen Relaunches der  ZEIT-Community, in deren Tiefen dereinst die Idee für unsere kleine Schatzkiste hier geboren wurde. Dem Relaunch folgte alsbald das Ende des Forums. Da ich finde, dass es auch für Außenstehende amüsant zu lesen ist, stelle ich es hier nochmals ein:

Modernes Märchen

Vor vielen, vielen Jahren gab es in einem großen Land, überragt von einem mächtigen, mächtigen König eine kleine, aber feine Gemeinde. [weiter ...] »

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Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. 2012 ist in ein paar Tagen Geschichte und das verflixte 13te in diesem Jahrhundert bricht an. Was wird es uns bringen? Na, wir hoffen doch weiterhin so viel wunderbare Literatur auf zeitverdichtet, wie auch im vergangenen Jahr. Denn unser kleines Schiff hier segelt zielstrebig weiter.

Allen Autorinnen und Autoren und natürlich den Leserinnen und Lesern wünschen wir auf diesem Wege ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Liebe Grüße

Harald und Sigrid

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Foto: S. Steinebach

betracht ich deine liebe
so ist sie eine zir
ach wenn es doch so bliebe
ach bleibe doch bei mir [weiter ...] »

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Die Hure

Es war wieder eine von diesen Nächten, in denen Schlaf unmöglich erschien. Sommer in der Stadt. Drückende Schwüle zwischen den Häuserwänden. Ein leichter Schweißfilm hatte sich über ihrer Haut gebildet und ein unvermittelt auftretender Windhauch ließ die kleinen hellen Härchen an ihren nackten Armen zu Berge stehen. Sie stand am offenen Fenster, von dem sie Aussicht auf die nächste Häuserwand hatte, und rauchte eine Zigarette. [weiter ...] »

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