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November – Zeit für eine humorvolle Kurzgeschichte…

Beim Discounter

Es ist Anfang November, ein Samstag. Das Leben pulsiert unaufhörlich in den Städten. Dichtes Gedränge und Geschiebe herrscht bereits kurz nach Ladenöffnung beim Discounter, so als gäbe es kein Morgen mehr. Ich versuche cool zu bleiben. Doch wenn ich sehe, wer hier um diese Uhrzeit bereits einkauft, möchte ich nicht sehr alt werden. [weiter ...] »

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am meer

“Diese Kühe da” sagst du, um die peinliche Situation zu überbrücken -”Haben wirklich Sinn für Humor”.

Und du schaust hinunter auf den grünen Rasen vor deiner Haustür, der eigentlich schon lange kein Rasen mehr ist.
Es ist Schnittlauch, ein Meer von Schnittlauch… [weiter ...] »

“Was hörst du denn da?”, zieht er an einem meiner Kopfhörer und mich damit aus den Gedanken; worüber ich sehr froh bin, denn, wenn einem die letzte Nacht noch in den Knochen steckt, dann kann man eh nicht geradeaus denken. Wenn man davon geträumt hat, dass man knietief im Wüstensand steckt und mit vorgehaltener Waffe gezwungen wird doch bitte schön sein eigenes Grab zu schaufeln, ist es mit dem friedlichen Schlaf dahin.

Turn Blue von The Black Keys, jetzt gerade ähm … läuft … äh … warte … wow … Years in Review - ha, und wie war der Film gestern?”, lache ich über diese Symbolhaftigkeit. “Genial, das war ja mal ein Spektakel! [weiter ...] »

Jessica Purkhardt (Frankfurter Neue Presse vom 9. November 2017) bringt das, was am 08.11.2017 zwar medial begleitet, aber keineswegs in dem Maße, wie es verdient wäre, auf den Punkt: “Ist es gerecht, eine Frage zu stellen, bei der unter den zwei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten die richtige gar nicht dabei ist?” Die rhetorische Frage, deren Beantwortung ich mir an dieser Stelle spare, sagt viel über die bisherige Gesetzeslage und das dominante heteronormative Klima unserer Gesellschaft aus. [weiter ...] »

Ich gehe meinen Weg

hin – und wieder zurück

Damit gewinne ich an Gleichgewicht

Ich breche

einen blauen Zweig vom Himmel

Dadurch gewinne ich sogleich

an Leichtgewicht

Zum Mond [weiter ...] »

Vorab: Dies ist kein zufällig auf dem Tisch liegen gelassener Zettel, hier schreibt einer, der alles, woran er geglaubt hat, nicht mehr wahrhaben will. Einer, der ab jetzt an allem zweifelt, weil er schon immer hätte an allem zweifeln müssen, weil sich endlich alles zusammengefügt hat – als hätte ich mein anderes Ich, mit all den negativen Gefühlen und Beweggründen und bla bla bla, weggesperrt, in einen Kanister und nun wäre das andere Ich schlussendlich ausgebrochen, nun wären wir wieder vereint und ich könnte endlich wieder klar sehen. Oder kurzgesagt: Es ist eine Abrechnung mit der Vergangenheit; meinem Schmerz – fühl dich also nicht angesprochen.

„Als Joan Didion darüber redete, wirkte sie nicht sehr glücklich. Obwohl sie so Sachen sagte wie: Das ist pures Gold wert, so eine Szene in real life zu sehen!, ist sie ganz offensichtlich nicht unbelastet aus der Sache rausgegangen. Wenn du in einen Raum stolperst und da ein vierjähriges Kind auf Acid vorfindest, ist das natürlich voll die Geschichte, aber sowas lässt dich nicht kalt, vor allem nicht, [weiter ...] »

Als ich ihn in seinem alten Golf vorfahren sah, streckte ich den Daumen in die Luft, hatte wieder gute Laune. Sonnenbrille, Lederjacke und Radio laut aufgedreht, lächelte er mich auch an, war froh mich zu sehen, schüttelte zufrieden den Kopf, weil ich sowas sagte wie: „Haben Sie noch Platz?“ „Ah, hast du ihnen endlich wieder mal gesagt: Fick euch, ich bin in meinem Wochenendhaus in meiner Fickt euch Allee?“, kam von ihm zur Begrüßung. „Mehr so, on the road again.“, warf ich meine Reisetasche hinten auf die Rückbank und schwang mich auf den Beifahrersitz.

Schon fuhren wir mit quietschenden Reifen an, dem Sonnenuntergang entgegen. „Boah, ich könnt jetzt so langsam ein Bier vertragen, wenn ich ehrlich bin.“ „Arbeit so anstrengend gewesen? – Ich hab schon eine Kiste kalt gestellt.“, drehte er das Radio ein Stück auf. Ich ließ mein Fenster runter und ließ meine Hand im Fahrtwind auf und abwirbeln, ließ meine Gedanken kreisen bei dem etwas unüblichen Radio-Klassiker Your Love von The Outfield.

Achja, meine Oma ist gerade bei uns. [weiter ...] »

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