Schicksal

Schicksal Archiv.

Wenn Sterne sterben
Engel weinen
Göttersprüche regnen
Aber Engel zugleich segnen
Güldener Rauch uns schwer umhüllt
Wandeln auch wir uns in Göttermenschen
Sind keine Zweifelnden mehr…

Die Schatten derer [weiter ...] »

Morbid Morchid wetzt die Messer.
Jählings fühlt er sich gleich besser.
Juliane legt den Schleier an,
Doch Morchid nicht an sich halten kann.

Er ritzt in bester algerischer Manier,
Am Hals von Julchen ein Spalier.
Darauf der Kopf vom Halse fällt.
Juliane nun ins Koma fällt. [weiter ...] »

CoLyrik-Kurzgeschichte

Das Haus am Wegesrand

Erst wenn ein Mensch stirbt, erkennt man oftmals, dass diese Person außergewöhnlich war. “ Dieser prägnante Satz des Bestatters Nothelfer schwirrte wie ein kleines hyperaktives Totenkopfäffchen durch Mariannes Kopf und sie starrte währenddessen bewegungslos nach draußen. [weiter ...] »

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CoLyrik-Gefährliches

Kurzgeschichten können zum Nachdenken anregen, müssen aber nicht.

Epidemien und Pandemien

„Was hatten wir nicht schon alles auf der Welt? Epidemien und Pandemien, so z.B. die Attische Seuche, die Antoninische Pest, Cyprianische Pest, Justinianischen Pest, das italienische Fieber, den schwarzen Tod, sogar Englischer Schweiß, die Syphilis, das Hämorrhagische Fieber, auch Picardsche Schweißfieber, Fleckfieber, Pocken, Cholera, Poliomyelitis, Typhus, [weiter ...] »

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Kims Engel

„Wow!“, flüsterte Kim und starrte währenddessen gegen die Schlafzimmerdecke. Dort betrachtete sie einen kleinen nackten Engel aus cremefarbenem Stoff, dessen Gesicht so genäht war, dass er sie pausbäckig angrinste. Seine Flügel waren mit goldenem Garn eingefasst. Er baumelte an einer 15 cm langen bernsteinfarbenen Glasperlenkette, die an einem verzierten Messinghaken hing. In jenem Moment hatte sie den Eindruck, als hätte jener Engel, der inzwischen eine kleine Ewigkeit dort hing mit ihr kommuniziert. Sie hatte ihn vor Jahren auf einem Flohmarkt entdeckt. Da saß er auf einem ramponierten Regal aus der Gründerzeit und frohlockte. Es war Liebe auf den ersten Blick. [weiter ...] »

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Magdalena sitzt unter einem uralten Fliederbaum und starrt gedankenverloren auf den grün glasierten Übertopf, den sie jedes Jahr aufs Neue nach den Eisheiligen in den Garten stellt. Heute sieht sie im Gesicht ganz anders aus, als sonst. Der Anblick des Blumenkübels löst Erinnerungen aus, aber auch eine ganz andere Wahrnehmung ihres eigenen Ichs. Immer häufiger taucht sie in ihre Vergangenheit ab, wie jetzt in diesem Moment. Dann ist sie plötzlich unglaublich müde, aber gleichzeitig innerlich sehr aufgewühlt. Seit Jahrzehnten pflanzt sie die Lieblingsblumen ihrer Mutter in diesen steinalten Blumenkübel hinein. Den ganzen Sommer lang blühen sie wunderschön und bereichern dadurch den Blick in ihren kleinen Garten. [weiter ...] »

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Baunummer 401

Hedda saß wie angewurzelt auf einer Bank am Ufer eines Sees und starrte aufs Wasser. Schon wieder war es passiert.

Dieser schreckliche Moment, wenn wie im Zeitraffer in ihrem Gehirn Unglaubliches abgespult wurde. Dann war sie zu nichts mehr fähig. Hedda tauchte dann in die Tiefe ihres Unterbewusstseins ein und wurde zu Rose. [weiter ...] »

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