September 2017

September 2017. Monats-Archiv

5 x 5 meter

nur wo du zu fuss warst, bist du wirklich gewesen, oder so lautet/e der slogan einer agentur für wanderungen, auf einer kanarischen insel namens gomera - gemessen an all den orten die es gibt, bin ich an, fast, keinem gewesen – die grosse buche, die unser haus überragt, war schon immer da – als der erste weltkrieg tobte, war sie noch schlank und zierlich – vor einigen jahren bin ich mit meinem trainer und einem verbandsfunktionär ins saarland, nach saarlouis, runtergefahren, mit einem opel ascona, nicht zu fuss – damals habe ich geboxt, wir sind zu einer meisterschaft gefahren – ich war 16 jahre alt, erfolgreich in meiner klasse – abends, im scheinwerferlicht, sind wir im ring herumgetanzt, haben alles gegeben – ich glaube, es waren tolle kämpfe, die zuschauer sind mitgegangen – einen kampf gewonnen, den anderen verloren,  danach war ich dann deutscher vizemeister im jugendhalbschwergewicht 1974 – im traum war ich da, ein absolut geiles gefühl, besser als jeder rausch, obwohl, es war ein rausch, ich war ziemlich allein, und im rausch – am sonntagabend, auf der rückfahrt, haben wir pink floyd gehört

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“Ich fühle mich so langsam wie Carrie Pilby, um ehrlich zu sein. Jeder scheint nur noch von Sex zu reden; und es macht mich ganz wuschig, wenn du verstehst, was ich meine.”, kratzt er sich am Kopf, schüttelt dann aber nur mit dem Kopf, lacht: “Ach, nein. Nicht so, wie du jetzt vielleicht denken magst … ach, verdammt – vorher möchte ich mit der Person wenigstens ein bisschen quatschen, möchte sie zum Beispiel ins Museum ausführen, gemeinsam vor Gemälden stehen bleiben, meinen Arm um sie legen, ihr zuhören und ihr dabei verstohlen auf die Lippen schauen und mich wundern, wie sie wohl schmecken, ihr in unbemerkten Momenten hinterher blicken, mich fragen, wie sie wohl nackt aussieht, sie dann nach Hause bringen, ins Bett werfen, endlich ausziehen und ihren Körper erkunden …” – “Gott, wie lange hast du nicht mehr [weiter ...] »

Der Besucher

“Woas is hier los?
woas wirds hier gespuilt ?
Im goanzen Haus koa Hitler Build?!”

” Dös kann net sei, dös is net wahr:
Im Keller haenge noch a Paar!!”

CoLyrik-Seitenhiebe

Warnhinweis:
Folgender Beitrag ist eine Kurzgeschichte zum Thema Bundestagswahl

Offener Brief nach der Bundestagswahl

Guten Tag,

heute früh habe ich mir lange überlegt, ob ich schweige oder öffentlich kundtue, dass ich zu den 87 Prozent gehöre. Bislang habe ich mich unter #87Prozent nicht geoutet. Ich bin ein deutscher Engel, jetzt weiblich, zur Tarnung auf der Erde seit Jahren mit einem Mann verheiratet, der nicht weiß, dass ich in meinem ersten Leben ein Mann war, kein Schäferhund. [weiter ...] »

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Yummi

Bevor das Ding in den Mund gleitet
Schiebt sie die Haut sanft zurück
Wenn die Spitze freigelegt ist
Umschließt sie sie erst mit den Lippen
Und beginnt zu saugen
Dabei berührt sie das zarte Fleisch auch leicht mit den Zähnen
Sie saugt stärker und wenn dann das Ergebnis im Mund sich ausbreitet
Genießt sie erst den Geschmack bevor sie es runterschluckt
Ein perfekter Genuß
(Auszug aus dem Buch “Die Weißwurstzuzlerin von St.Blasien” von Fella Tio)

Der Sommer ist vorbei
und ich erinnere mich
… an das glitzernde meer
dass ich vermisst habe
in diesem sommer
nur du bist noch hier, meine teure
und das gelegentliche blau eines endlosen nachmittags
und die erinnerung [weiter ...] »

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Ich habe lange darüber nachgedacht, mal einen Text wie diesen hier zu schreiben und wusste nie, wie ich anfangen, geschweige denn, wie ich ihn aufbauen sollte. Ob ich ein Gespräch zwischen zwei Freunden inszenieren sollte, wie ich es vor ein paar Monaten noch zu jedem Thema getan hatte, um eine Botschaft rüber zu bringen oder ob ich einen inneren Monolog kreieren sollte, wo sich die Hauptfigur in der Geschichte von den Geschehnissen der Welt distanziert und in seine Gedanken abtaucht wie in einen Ozean; aber nichts davon hat mir zugesagt – dann habe ich dieses Video gesehen und mir wurde klar, ich muss einfach ein bisschen von meinem Prozess des Schreibens erzählen.

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