Dezember 2017

Dezember 2017. Monats-Archiv

“Und wie kommen wir jetzt am besten zum Museum?” “Keine Ahnung, Mann – ist doch deine Stadt. Du kennst dich hier besser aus.”, war ich immer noch ein wenig überrascht, dass er nach dem Essen meinte, ich komm noch mit ins Museum.

Ich hatte ihm von der Kuratorenführung vorgeschwärmt, von der süßen Kuratorin und wie gut sie ihre Arbeit gemacht hatte und das ich jetzt noch einmal in die Sonderausstellung wollte, um mir ein paar Künstlernamen rauszuschreiben für meinen neuen Artikel, an dem ich gerade noch arbeite.

“Ach, komm. Mein. Dein. Das sind doch bürgerliche Katego …” “Stimmt, es gibt nur witzig und nicht witzig; hab ich ganz vergessen.”, unterbrach ich ihn sofort, was ihn nicht weiter störte. “Gut, ich würd’ sagen, wir gehen hier lang, dann diese Straße, die du nicht kennst, dann über diese dir unbekannte Straße, dann nenn ich jetzt noch ein paar Straßennamen, die dir auch nichts sagen werden, sozusagen als kurze Wegbeschreibung und eigentlich führen ja alle Wege nach Rom, aber der Weg, den ich für uns ausgewählt habe, der sollte uns definitiv ans Ziel bringen – trotz Weihnachtsmarkt-Chaos.”, erklärte er mir den Weg, während wir darauf warteten, dass die Ampel auf Grün umschlug. [weiter ...] »

vorwinter

sofaland
heimat schwer
von manchen gedanken
werde ich blass
auf dämmerung folgt dunkelheit
alte sprache bleilettern
bin im bademantel [weiter ...] »

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Manchmal

Manchmal ist es einfach so,

so politisch doof zuvor gelaufen,

so dass man das Ganze

dann anschließend somit hinnimmt.

Egal wie doof es war, ist [weiter ...] »

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INHALT.

Hell’s Club

“Ob die Anderen schon da sind?” “Keine Ahnung, Mann – mir ist kalt. Lass einfach schon mal reingehen, die kommen schon noch.”, haut mir Arnold aufmunternd auf die Schulter und setzt sich in Bewegung.

“Wie war eigentlich die Beerdigung?”, peitscht uns die Musik unserer Jugend um die Ohren, Monsterparty von Die Ärzte dröhnt aus den Boxen und begrüßt uns prophetisch; da wir noch zu zweit sind, quatschen wir ein bisschen,vor allem darüber, wie es jetzt ist, wenn eine ganze Generation fehlt.

Ich heule mich ein bisschen bei ihm aus und will mich dann dafür entschuldigen, dass ich die Stimmung so torpediere, da meint er, ist doch völlig ok – es heißt doch, jeder trauert anders und irgendwie bin ich froh, dass das mal jemand angesprochen hat; wann reden wir denn auch mal über solche Sachen.

Er redet noch von seinen verstorbenen Großeltern, so entsteht ein intimer Moment zwischen uns, der nur durch die Bedienung unterbrochen wird, die unsere nächste Bestellung aufnehmen will; deshalb wechselt er schnell das Thema. [weiter ...] »

FiligranWelt

die halbwertszeit ist längst abgelaufen
und unbeirrt wird das unerhörte verkündet
der filigrane wandel
ist unumgänglich geworden

seidenmatt subtil glänzend
feinst gesponnen und gewoben
wächst sie heran
zart und leise
die neue sprache
unaufhaltsam [weiter ...] »

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Metamorphose

Von der Puppe
zum ling
Ist es
nur
ein kleiner Schmetter

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