Januar 2018

Januar 2018. Monats-Archiv

Das Chamäleon

Als Gott die Tiere schuf, war er am Ende des Tages rechtschaffen müde, doch hatte er noch ein Mörserchen voller Genmaterial übrig, und da er in Schöpferlaune war, wollte er noch ein ganz besonderes Geschöpf formen. Und so rührte und kleisterte, drückte und formte er ein Wesen, das gar eigenartig und irritierend war. Das Viehlein hatte nämlich die Inselbegabung, sich allen Unter-, Vor- und Hintergründen optisch, akustisch, haptisch und vor allem kleptokratisch anzupassen. Gott betrachtete seine Kreuzung zweifelnd und mit ungutem Gefühl, aber vernichten konnte und wollte er das Tier nicht. Also ließ er es leben und erfand in der folgenden Nachtsitzung die Evolution, um à la longue der Missgeburt den Garaus zu machen. Und Gott legte sich die folgenden Jahrtausende auf einen weichen Wolkenberg und schlief den Schlaf des Allumspannenden. Das aber hätte er nicht tun sollen, denn die Evolution werkelte drauf los und schuf immer neue Arten, schöne und hässliche, kleine und große, sanfte und wilde. Auch das Chamäleon nahm eine andere äußere Gestalt an, wurde ein etwas dickliches Wesen mit bizarrer Krallenhaltung, aber allen Eigenschaften des Urchamäleons. Das Tier ist dieser Tage noch immer wieder zu sehen, obwohl es sich sehr oft unsichtbar macht, gar versteckt vor der Welt. Aber täuscht euch nicht, ihr Lieben, es ist unverwüstlich und verschlagen. Das Chamäleon spec. Chamaeleonidae,, subspec. Merkel uckermarkensis.

Asien Europa: Winkel der Welt; der ganze Ozean: ein Tropfen im All; der Athos: eine Erdscholle im Weltall; die ganze Gegenwart: ein Augenblick der Ewigkeit!
Alles klein, veränderlich, verschwindend; alles kommt von einer Quelle, von jenem gemeinsamen Allbeherrscher unmittelbar oder in Folge seiner Wirksamkeit.
Also sind auch der Rachen des Löwen, das Gift, alles Schlechte, wie Dornen und Sümpfe notwendige Stücke jener prachtvollen und herrlichen Welt.
Fort also mit dem Wahn, als seien sie dem Wesen, das du verehrst, fremd, betrachte vielmehr die Quelle aller Dinge.

Marc Aurel (121-180) A.D.

Wenn Sterne sterben
Engel weinen
Göttersprüche regnen
Aber Engel zugleich segnen
Güldener Rauch uns schwer umhüllt
Wandeln auch wir uns in Göttermenschen
Sind keine Zweifelnden mehr…

Die Schatten derer [weiter ...] »

Shithole Länder gibt´s fürwahr
eins davon ist USA
denn wo gibt es auch ohne Terror
einen wilderen Waffenhorror
Sorry Trump da stimmt was nicht
wenn hier jeder Gun smoke Fetischist
sich eine Pumpgun kaufen kann
dann bist Du der falsche Mann
über andere zu kotzen
auf bayrisch heißt das: Halt die Votzen!

Morbid Morchid wetzt die Messer.
Jählings fühlt er sich gleich besser.
Juliane legt den Schleier an,
Doch Morchid nicht an sich halten kann.

Er ritzt in bester algerischer Manier,
Am Hals von Julchen ein Spalier.
Darauf der Kopf vom Halse fällt.
Juliane nun ins Koma fällt. [weiter ...] »

Mandala

Geist, Wille und Verstand,
Sind nicht selten amtsbekannt.
Der Wille macht was er will.
Der Verstand liebäugelt mit dem Overkill.

Jedoch der Geist unbeugsam ist.
Und auf Wille und Verstand eindrischt.
Im Inneren herrscht somit Krieg.
Einer an dem Anderen zieht. [weiter ...] »

Die Trichter

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.
Durch ihres Rumpfs verengten Schacht
fließt weißes Mondlicht
still und heiter
auf ihren
Waldweg
u. s.
w.

C. M.

Wünsche allen Ein Gutes Neues Trichter Jahr ;-)