zur Diskussion  um die Frauenquote

Er erzählt sie gerne mal.
Und ich finde die Geschichte gut.
Richtig so aus dem Leben gegriffen.
Irgendwie …

Also: ER, das ist der, der, die kleine Geschichte erlebt hat,
Und sie ab und zu zum besten gibt, er hatte damals eine harte Zeit.

Scheidung und Trennung, oder umgekehrt…..
Wahrscheinlich eher umgekehrt.

Dann ein entschlossener Neubeginn.
Neuer Job in einer neuen Stadt, weit weg von seinem letzten Wohnort.
Alle Brücken abgebrochen.
So sagt man wohl in solchen Fällen.
Und es lief gut an.
Die Firma und der Job waren ordentlich.
Und bald ergaben sich auch soziale Kontakte. Damals natürlich, es war Anfang der 80er,
nicht elektronisch sondern noch so richtig ….. Tennisverein und so.
Aber es gab auch schon Netzwerke, so war es nicht, es gab schon Netzwerke.
Die hießen damals noch nicht so, aber es gab sie.
Und sie funktionierten.
Als er die Absicht äußerte, sein möblierte Zimmer gegen eine  Wohnung zu tauschen,
wurde das Netzwerk sofort aktiv.
Viele der Wohnungsangebote aus dem neuen Freundeskreis hatten allerdings kleine Haken.
Geschiedene oder sitzengebliebene Frauen, Witwen ……
Nein, W. entschied sich für eine Wohnung bei einem alten Ehepaar, das die untere Etage eines
sehr abgelegenen alten Bauernhauses bewohnte und die obere Etage anbot.
Von der nächsten Ortschaft war nur die Kirchturmspitze zu sehen.
Und auch dies nur im Winter.
Bei der Besichtigung entschuldigten sich die alten Leute unablässig für die Lage und den Komfort
der Wohnung.
Die Frau zeigt die Zimmer vor und sagte: Ja, sehr einsam ist das hier schon für einen Mann.
Aber Sie sind noch jung und sollten sich schnell nach einer neuen Frau umschauen ….
Dann zeigte der Mann ihm das Nebengelass und den Garten.
Ja, etwas einsam ist das hier schon. Nicht Jedermanns Sache.
Soll ich Ihnen einen Rat geben? Schaffen Sie sich einen Hund an.
Also, ich hätte da nichts dagegen!
Platz ist genug …

Soweit die Anekdote.

Das Ende ist schnell erzählt.
W. hatte den Rat der alten Dame befolgt. Oder es hat sich so ergeben.
Jedenfalls hat er heute eine Frau und zwei Töchter.
Und zwei Katzen.
Keinen Hund.

Spricht das jetzt für oder gegen die Quote?
Ich bin unsicher, keine Ahnung.
Allerdings ist Familie M. auch kein DAX-Unternehmen.
Jedenfalls nicht, das ich wüsste …..

Außerdem wollte ich auch nicht agitieren.
Nur diese kleine Anekdote erzählen.
Mehr nicht.


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5 Kommentare

  1. MokkaSinn

    Dein W. ist jetzt der Quotenmann in der Familie.

    Er sollte sich doch noch einen Hund anschaffen.
    Oder einen Sohn zeugen.

    Und Platz für den Baum hat er ja auch noch, damit das dann auch erledigt wäre.

  2. cassandra2010

    Also dass der Herr K., äh der Herr M. sich keinen Hund angeschafft hat, spricht in meinen Augen eindeutig für die anzustrebende Hundequote.

    Das ist menschlich schön und bringt zudem einen Haufen. Einen Haufen Hundesteuern~~~

  3. ostello jaeger’s avatar

    Ja mitwohnzentralen, mitfahrzentralen, all sowas gibts schon lange lieber hapre. und solche lebenspraegenden ereignisse…nun ja…manchmal denken wir noch gerne zurueck daran, an damals…von quoten, davon hab ich keine ahnung. hg

  4. Corina Wagner

    Vielen Dank für die Anekdote mit dem Gedöns um die Quote.
    ;-)

  5. Stefan Schürrer

    Eine Anekdote
    ziehe ich vor
    die Quote!

    lg
    Stef

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