Der Kelch

Vergoren meine Gedanken
Schmierig wie faulige Planken.
Fragmente eherner Hoffnung
Schmieden mein tönernes Sein.

Die Feen der Finsternis;
Streicheln mich zärtlich
Küssen mein Innerstes
Mit preisender Wonne!

So weiche elendes Natterngezücht!
Flambiert die rotgoldenen Flamingos.
Lasset uns gürten die seidenen Schlingen!
Denn die Dämonen dürfen niemals gewinnen!

Mein Blut im goldenen Kelch
Der Zephir bläst seinen Hauch -
In schwarze Tücher gewandet
Vor Gott dem Herrn gestrandet?


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3 Kommentare

  1. Corina Wagner

    Der Kelch geht nicht beim Lesen an einem vorüber, sondern sorgt für Melancolie…

  2. Ostello Jaeger

    phantastische literatur ist das. da fuehlet man sich in das reich von hades zurueckversetzt, lieber bambulius…

  3. Bambulie

    Ich danke euch.
    Dieses Gedicht habe ich bereits im Februar 2011 geschrieben.
    Manchmal, wenn man in seinem hauseigenen Fundus wühlt, findet man Sachen… da staunt man selbst :)

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