Seelenklage

Ach, arme geschundene Seele,
Was hat sich der Mensch nur gedacht?
Wurdest grausam herausgerissen
und zu seinem Werkzeug gemacht.

Anstatt dich zu hegen, zu pflegen,
trägt voll Dünkel er dich vor sich her.
Als Waffe will er dich benutzen.
Als Wappenschild und auch zur Wehr.

Auf’s Schlachtfeld wirst du getragen.
Ein Banner, knatternd im Wind.
Musst grausame Dinge dort sehen.
Bist sonst doch im Menschen das Kind.

Als Bolzen wirst du verschossen,
gezückt wirst du wie ein Schwert.
Sollst hauen, zerstören und stechen,
was kostbar ist und lebenswert.

Zum Schild sollst du überdies dienen,
hausieren mit Schmerzen und Leid.
Besudelt bist du und zerschlagen,
von menschlichem Hader und Streit.

O Mensch, willst die Seele du retten,
birg’ sie tief in des Herzens Grund.
Bewahrt ist sie Schutz dir und Hilfe,
heilt dich und bleibt selbst gesund.


3 Kommentare

  1. Mmblfrz’s avatar

    Schön gedichtet,
    Aber bedenke:
    Der Körper will nur Wärme, Sex und Essen
    Die Seele sucht nach Rafinessen
    Sie traegt daher am Ungeheil
    Selbst Den allergroessten Teil
    daher soll sie sich gerne verpissen
    Der Körper wird sie nicht vermissen…

  2. Mmblfrz’s avatar

    Your comment is awaiting..what
    Jetzt hab ich zweimal kommentiert bitte die letzte Version nehmen und in der letzten Zeile ein d an das wir hängen

  3. Corina Wagner

    Die Seelenklage stimmt nachdenklich und das find ich toll. Jawoll!

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