Sehnsucht schmerzt

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Es ist ein schöner Schmerz. Ich muss nur deine Worte lesen…,

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…dann sehe ich dich vor mir.

Dann sehe ich dich lebendig vor mir.

Dein Gesicht, so schön und vertraut. Eine überaus liebenswerte Augenweide. Ich möchte es mit meinen Händen umschließen und vor allem, was ihm schaden könnte, schützen.

Dein glänzendes, volles Haar, so kraftvoll und vital. Sicher duften deine Haare so, wie sie aussehen. Ich will meine Hände darin vergraben und sie riechen, mein Gesicht darin versenken.

Deine Augen, so liebevoll, unergründlich und warm. Dein Lachen spiegelt sich in ihnen, deine Erfahrung. Sie leben so sehr. Ich liebe sie und will mich in ihnen verlieren.

Deine Haut, so unglaublich erotisch und anziehend. Ich möchte sie berühren, streicheln, küssen. Überall. Möglichst überall gleichzeitig. Mit meinen Händen, mit dem Mund. Mit allem. Ich will deine Haut. Dich. Mit dir eins werden.

Deine Hände, so sinnlich und schön. Ich will sie an mir spüren. Auf meiner Haut. Gib mir deine Hände und spüre mich.

Dein Körper, so wunderschön. Wie von einem Künstler gemalt. Ich will ihn von oben bis unten erkunden. Mit Fingern, Augen, Mund und Zunge. Will ihn küssen an jeder Stelle; will jedes Stückchen Haut, jede Pore und jedes deiner zarten Härchen finden.
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Ich will dich.
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Bei dem Gedanken an dich zieht sich etwas in meiner Brust zusammen. Oben irgendwo, in der Nähe des Herzens. Es tut weh. Aber es ist ein köstlicher, überaus liebenswerter Schmerz. Ich bekomme ihn nicht weg, will es aber auch nicht. Es ist mein ganz eigener, geliebter, mein schönster Schmerz. Ganz allein meiner.

Ich warte auf dich. Jeden Tag und lange schon.

Ich möchte deine Tage und deine Nächte mit dir leben. Deine Wochenenden. Deine Monate und Jahre. Ich möchte dich erleben. In jeder Minute. Dich und nur dich und für immer und ewig.

Du bist in mir gewesen, von Anfang an bis heute und immer.
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Es tut weh. Und immer wird es schmerzen. Da oben, am Herzen irgendwo.
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Weil es einfach nicht mehr sein wird.

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:(  Danke:/  Danke:)  Danke:)) Danke;)  Danke (8 Bewertung/en: 5.00 von 5 Sternen)

9 Kommentare

  1. S. Steinebach’s avatar

    Wieder einer Deiner wehmütig schönen Texte, die ich so mag. Und das hier könnte dazu passen:

    http://www.youtube.com/watch?v=GxvTg1oJ_gI

    1. ChromiD verst. 6.2.2011

      danke, sigrid!

      und ein dickes dankeschön zusätzlich für sulke! lang, lang ists her…! :-))

  2. Corina Wagner

    Wer die Sehnsucht nach einem geliebten Menschen jemals intensiv gespürt hat, kann jede Zeile nachvollziehen.
    Absolut grandios verfasst, danke!
    Gruß
    Corina Wagner

    1. ChromiD verst. 6.2.2011

      hier auch ein herzliches danke!

      das schlimme ist, dass alles nicht weiterhilft. nicht das schreiben darüber und nicht das hoffen. die sehnsucht steckt in einem wie ein dicker kloß im hals…

      …alles rein theoretisch natürlich! ;-)

      gruß, chromid

  3. Harald Blumenau

    Man kann den “schönen Schmerz” mitfühlen, klasse!

  4. cassandra2010

    Wenn’s reine Theorie ist,
    so ist’s doch gut erfühlt!

    Huch, klingt irgendwie nach JWG.
    Wunderbare Zeilen, ChromiD!

    cassandra

    1. ChromiD verst. 6.2.2011

      na ja, da liegt schon einiges an erlebtem darin.
      und nicht ganz ohne ironie ist, dass einiges davon nicht unterzukriegen ist und ein bisschen am leben geblieben ist. nicht zu meinem leidwesen, gebe ich zu…
      ;-))

      vielen herzlichen dank!

      cassandra, wer oder was ist JWG, bitte?

      1. cassandra2010

        Ach ja, meine schlechte Angewohnheit, alles und jeden abzukürzen—
        Es ist dieser alte Mann, der Naturwissenschaftler, Maler, Schauspieler, Minister, Bestsellerautor, Gärtner, Dichter, manchmal Freund, aber auch Feind war- Johann Wolfgang -genau!- Goethe.

        Salut
        c.

  5. ChromiD verst. 6.2.2011

    ach der! na klar, wieso fiel mir das nicht gleich auf?

    der hat tatsächlich auch so komische töne von sich gegeben??
    :-)))

    mit erstaunten grüßen
    c.

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