am seidenen faden

ein auge schweift umher
und bleibt an einem blatte hängen

das blatt, es bewegt sich
führt wilde tänze auf
dann wieder verharrt es bewegungslos
um gleich darauf
wie zum rhythmus einer verborgenen musik
schwungvoll auf und ab zu hüpfen
sich um sich selbst
und noch dazu um eine imaginäre achse
zu drehen
und hernach in sanftem schaukeln
wieder zur ruhe zu kommen

zunächst überraschend tief beeindruckt denkt sich
jemand:

es hängt wohl an einem unsichtbaren spinnenfaden, das blatt

.


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2 Kommentare

  1. Stefan Schürrer

    Vielleicht ja auch an einem Stahlseil^^

    Liebe Grüße
    Stefan

  2. Corina Wagner

    Am seidenen Faden zu hängen, kann Vor- und Nachteile haben, so denke ich und grüße Dich herzlich, lieber Ostello!
    Feines Gedicht, hab’s gleich zweimal hineinander gelesen.
    Corina

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