Autopilot_3

>> Heute Nachmittag haben wir uns ganz spontan dazu entschieden einen etwas abgelegenen, feinsandigen Strandabschnitt am Fluss aufzusuchen. Liegt am östlichen Ufer etwas außerhalb des Ortes. Hier versammelt sich täglich ein buntes Völkchen, Inder und Reisende von über all her… schwimmen ist möglich, aber Vorsicht, die Strömung ist enorm, und es befinden sich Felsen unter der Wasseroberfläche. Außerdem ist das Wassers ziemlich kalt, kommt es doch aus den kuehlen Bergen, und wird von Gletschern gespeist.

Mir als schwimmbegeisterten Norddeutschen macht das natürlich nicht sooo viel aus, erforderlich nur etwas überwindung… Bin dann vorsichtig in Ufernähe entlanggeschwommen.

Danach dann die warme Nachmittagssonne genossen, meine beiden Begleiterinnen haben sich auch schon auf ihren Tüchern niedergelassen. Um uns herum war eine ausgelassen entspannte Atmosphäre, eine junge Frau mit dunklen Haaren amüsierte sich mit einem Hulaahopp Reifen, oder wie die Dinger heißen, waren in meiner Kindheit in Deutschland verbreitet; ein paar Leute saßen im Kreise und lachten, ein Yoga Enthusiast machte seine Übungen, Musik lag in der Luft, neben dem typischen Geruch gewisser Tabakergänzungen.

Tagsüber ist es um diese Jahreszeit, also Okt/Nov, hier wie bei uns im Hochsommer, tagsüber gut dreißig grad, aber um 18 Uhr ist es auf einmal dunkel, und gar nicht mehr so warm. Da freut man sich ploetzlich über ein wärmendes Tuch oder eine Jacke.

…und sucht eine der vielen Lokalitäten auf, für die leiblichen Bedürfnisse nach einer leckeren Mahlzeit. Es gibt typisch indische, karg eingerichtet, aber mit lecker scharfen Gerichten im Angebot, und es gibt die Restaurants, die für die westlichen Bedürfnisse eingerichtet sind. Wir wechseln immer mal, kommen aber gerne in unsere Lieblingslokalitaeten zurück. Ich möchte hier keine Werbung machen ;)

Ab ca 21 Uhr ist kaum noch was los, in den oeffentlichen Lokalitäten, die Nacht wird hier, tatsächlich überwiegend zum schlafen genutzt. Natürlich wird auch hier und da gefeiert, nun ja, wir müssen auf jeden Fall um Zehn zurück sein, wir sind in einen Ashram umgezogen, da wird morgens früh aufgestanden  Yoga praktiziert und vorab erklingen Mantren -sprech gesaenge. Meine Frau ist da sehr diszipliniert, sie steht tatsächlich um fünf auf und macht Yoga, – ich bekomme das im Allgemeinen nicht hin, stehe wesentlich später auf, und bin dafür abends geschmeidiger, mache vor dem Einschlafen meine Übungen…

Ach ja, ich wollte ja über den Autopiloten schreiben. Für mich heißt Freizeit auch Autopilot- Zeit. Ich mache viel ohne Plan, nur mit ungefähren Vorstellungen, da fühle ich mich nicht eingeengt.

Zufällig habe ich hier in einem Bücherladen ein hochinteressantes Elaborat über die Funktion des menschlichen Gehirns im Autopilot Modus entdeckt und erworben. Es ist von einem Wissenschaftler namens Andrew Smart ( nun mache ich doch Werbung ) und beschreibt wichtige Erkenntnisse über den Modus körperlicher Entspannung und, genau dadurch gesteigerter Aktivität bestimmter Hirnareale…

Grad sehe ich, gleich ist es zehn Uhr, muss an dieser Stelle mal wieder auf >>ff gehen…


  1. MokkaSinn

    Um zehn knipsen sie dir das Licht aus.

    Namasté!

    Um fünf morgens Yoga könnte ich mir gut vorstellen.
    Lerchengrüße :-)

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