Autopilot_5

Fünf Autopiloten, eine Landung, Vogelperspektive:

Indien Kontinent Ozean

Kinderseelen ringsumher

In Schmutz und Schönheit

Uralte Wahrheit

unveränderbar im Wandel

plötzlich aufflammend

ein Bunter Elefant in Ketten

weckt mich singend

Hier gibst keine Elefanten, im Dschungel soll es wilde Elefanten geben, scheint zu stimmen, wir haben bei einer Wanderung zu einem hinduistischen Tempel, hier in der Nähe, auf einem Berg, große Dunghaufen gesehen – von dieser Größe können sie nur von einem Elefanten stammen.

Der Tempel, Neelkanth Tempel genannt, Shiva gewidmet, liegt wie gesagt auf einem Berg, ca 1700 m ü.m. Rishikesh liegt auf ca 400 m Höhe, wir mussten also 1300 Höhenmeter überwinden, bei einer Strecke von gerade mal 10 Km…

Tagsüber ist es recht heiss, zum Glück geht der gut befestigte Weg durch schattige Wälder. Exotische Vogel stimmen waren in den Bäumen zu vernehmen, einzig die Müllablagerungen am Wegesrand trübten den Naturgenuß. Abfälle werden scheinbar einfach weggeworfen hier, gelegentlich werden sie zusammengekehrt und abgefackelt. Obwohl es schon Ansätze von Müllbeseitigung gibt – und Recycling, ist aber wohl noch nicht durgreifend und effektiv. Nun ja, will hier auch nicht hochnäsig werden, es ist halt eine gigantische Herausforderung.

Der Weg zum Hill Top Tempel hat ca 5 Std gedauert. Als wir auf dem Tempelhof angelangt waren, wurden wir von den indischen Pilgern wie Exoten wahrgenommen, – wir wurden fotografiert und sollten mit ganzen Großfamilien posieren. Das wurd uns bald zu viel, und wir haben uns der Besichtigung des Tempels zugewandt. Bunt und verwirrend diese Anlagen, aber wer sich etwas mit der Symbolik auskennt, wird einiges entdecken können. Shiva wird in blau dargestellt, mit dem Dreizack ausgestattet, auf einem Leopardenfell sitzend mit vielen , weiteren, erklärungswuerdigen Details, auf die ich in der Kürze nicht eingehen möchte.

Wir haben uns also umgeschaut und uns von einem Hindu Priester segnen lassen…

Dann haben wir, etwas erschöpft und verschwitzt den Rückweg eingeschlagen. Es war auch schon vier Uhr Nachmittag, und um halb sechs wurde plötzlich sehr schnell dunkel. Auf der Rückseite des Berges gabs eine Straße und Taxis, mit guter Federung.

Abends zurück in der Stadt, hatte ich das dringende Bedürfnis nach einem indischen Tali, das Ist Reis mit Gemüse und Linsen lecker gewürzt, dazu Chapati (vorweg einen Papaya Lassi ) angeregt, von der körperlich anstrengenden, aber euphorisierenden Wanderung, haben wir uns noch ein wenig das “Nachtleben” von Rishikesh gestürzt, bis um halb zehn Uhr ;) ich hatte mich gutgelaunt mit einigen Reisenden unterhalten.

Das ist das schöne hier, da trifft man, zumeist, sehr sympathische, Reisende aus der ganzen Welt, die ähnliche Interessen haben, oder aber zumindest eine, das Reisen nach Indien.

Es ist schon so viel über Indien geschrieben worden, und ich werde sicherlich auch in Zukunft nochmal etwas darüber schreiben, aber ich habe das Gefühl, dass der Autopilot jetzt landen möchte…

LG

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