am meer

“Diese Kühe da” sagst du, um die peinliche Situation zu überbrücken -”Haben wirklich Sinn für Humor”.

Und du schaust hinunter auf den grünen Rasen vor deiner Haustür, der eigentlich schon lange kein Rasen mehr ist.
Es ist Schnittlauch, ein Meer von Schnittlauch…

Und unten an der Strasse, dort wo das Meer von Schnittlauch anfängt, am Strand sozusagen, dort steht das Schild:
Betreten des Schnittlauchs auf eigene Gefahr!

Und auf der anderen Seite der Strasse erstreckt sich ein weiteres Meer grüner Halme,

und du siehst, wie eine riesige Herde schwarzweiss gefleckter Kühe gierig den Schnittlauch abweidet,

und dabei donnernde Furze von sich gibt, da der Schnittlauch ihnen die Eingeweide vernebelt,

und du sagst lachend:

“Diese Kühe da, die wissen anscheinend genau, was sie zu tun haben.”

.

(31.12.13)


  1. Corina Wagner

    Lieber Ostello,
    “Betreten des Schnittlauchs auf eigene Gefahr!” – Oh, wenn man immer wüsste, was man so isst, ähm frisst als Kuh, wenn man im Flachland am Meer lebt… :-)
    Deine Geschichte erinnert mich an Berchtesgaden. Dort grasten Kühe vor einigen Jahren zwar keinen Schnittlauch, aber dafür Bärlauch. Dementsprechend schmeckte auch die Milch. ;-) Ob diese Rindviecher auch Darmwinde deswegen losließen, kann ich mir gut vorstellen…
    Herzliche Grüße
    Corina

    Antworten

Antworten