DER ZÜRNENDE DICHTER II

Der zürnende Dichter,
Weckt allerlei Gelichter.
Den Alltag und den Frieden,
War so schön hienieden!

Da kam der zürnende Buchstab,
Riss entzwei die Myrtensträuche.
Ein dampfend Tier ihn nun beäugte,
Sich aus ganzer Seele sträubte.

Die vorgefasste Meinung wild
Hielt ihm hin, den ehernen Schild.
Drohte gar mit dem Gericht.
Spuckte ihm ins Angesicht.

Doch der Buchstab ward nicht traurig.
Wurd’ auch nicht zotig!
Lag auf dem Papier ganz mild.
Das Gelichter schrie wie wild.

Der Alleserheiternde aber wart zufrieden.

PS.:
Will sagen: Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.

Albert Einstein


2 Kommentare

  1. Mmblfrz’s avatar

    So ist es.

    Das schlimme ist, wenn greifbare Realität unter Begriffsbeschwurbel verdeckt wird.

    1. Bambulie

      Wobei das Begriffsbeschwurbel wohl Teil einer dahinter stehenden Systematik ist.
      Denn selbst leben die “Herrschaften” in der Regel ja bestens abgeschirmt. Und man lässt einen gutbezahlten Pulk von medialen GEZ-Narren für sich arbeiten.

Kommentare geschlossen.