Schobbe klobbe

Als alter Dialektiker, habe ich ein paar hessische Sprüche und Wörter zusammengetragen, zu Nutz und frommer Lehr…

„Ich haach derr uffs Aach unn uffs onern Aach aach“ : Drohung mit Schläge

Dreckwatz = Schimpfname für alles und jeden

Bobbelsche = Baby

Bobbeschees = Puppenwagen

Droddwah = Trottoir

Schesselong = Sofa

Utschebebbes = Franzosen (insbes. Besatzungssoldaten)

AB = WC

AB Migg = Schmeißfliege (Spruch: Du bist jo lästischer wie e AB Migg)

Hitler Ferz = Sonderwünsche

Dess doll Dibbe = Eine exzentrische Dame

Der hodd doch en nasse Hut uff = Ein exzentrischer Herr

Der is so dumm um en Aamer Wasser umzudrede = Ein Depp

Dess is dem Heuner seuner = Das ist Heiners Sohn

Dess is dem Heuner seu = Das ist Heiners Tochter

Uffschnitt = hessische Wurstsorte

Iss des ihrne ihrn Mann? = Ist das ihr Mann?
(Abkz: Iss des Ihrne Ihrner?)

Schlääschtwätze(r)= Dummbabbler

Urumbel = einer der Chaos stiftet

Fulder = Grobian

Hannebambel = Dödel

Gewidderoos = Wildes junges Mädchen

„Mer wills net in de Kopp e neu, wie kann mer net von Frankfort seu“

Satire auf zu viel Heimatgefühle


10 Kommentare

  1. Mmblfrz’s avatar

    Mich hat einfach der Babba Hesselbach transpiriert

  2. cassandra2010

    Erbarme, die Hesse komme… wenn i emol so saage derf- es isch scho ä arg seltsam Sprooch. Ebbe so wie d Sprooch bei de Schwobaseggl. So, i sott etzet ebbis uff alemmanisch schwätze… hajo, guet, des kann i jo emol mache… fer älli Füdleschlupfer und Dubel, Gscheitli un Großgoschi wia dr Lindner un dr Spahn, ebbe eso, leckts mi am Füüdle!
    Horchet mer emol was d leut so saget:
    Bisch uffem Märigt (ge) iikaufe gsi?
    -Jå, ich hann drei Kilo Härdepfel, ä halb Pfund Budder, e Glas Johannisbeer-Mues un ä Päckli Schbageddi g´hollt.
    Wenn man dem Badener etwas erzählt, was er nicht glauben kann, antwortet er häufig mit: “Awa, mach koi Ferz!”
    “Des kannsch halde wie sella uffm Dach” ist keine Aufforderung aufs Haus zu klettern. Der Ausdruck soll dem Gegenüber nur verdeutlichen, dass er die freie Wahl hat. Übersetzt bedeutet es: “Das kannst du machen, wie du willst”.
    “Kerl, wenn d’ net schpuursch, kriegsch e paar hinner d’ Leffel!” wie auch “Du kannsch mer mol de Buggl nunner rudsche!” …sollte jedem verständlich sein, oder?
    “Du bisch en alder Dipfelesscheißer” bekommt der kleinkarierte Korinthenkacker ungeniert zu hören.

    1. Mmblfrz’s avatar

      Füdleschlupfer: Ist das was Unanständiges:))

      1. cassandra2010

        Arschkriecher, Schleimer

        1. cassandra2010

          Fü(ü)dle = Hintern

  3. Bambulie

    Ja mei, i mog Dialekte.

    Der Dialekt wird auch nie veschwinden, da er die Seele einer Region (Menschen) enthält.

    1. Mmblfrz’s avatar

      Richtig
      und oftmals triffts ein “dialektisches” Wort besser

      1. cassandra2010

        … ein “dialektales” Wort ist die passendere und aktuell gültige Formulierung; dialektisch ist mittlerweile nur noch als Adjetiv zu Dialektik im Gebrauch

        1. Mmblfrz’s avatar

          und weil ich dies wußte, habe ich es in Gänsle gesetzt…

          1. cassandra2010

            Wusste gar nicht, dass du dem “veralteten” Gebrauch anhängst ;)

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