Sehr geehrter Herr Botschafter Richard Grenell,

ich nehme doch an, dass Sie als Botschafter der USA in Deutschland wenigstens Grundkenntnisse im Deutschen haben? Etwa das Kompetenzniveau A1? Ich erkläre Ihnen gerne, was darunter zu verstehen ist: Sie können vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen, sich und andere vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen – z. B. wo sie wohnen, welche Leute sie kennen oder welche Dinge sie haben – und auf Fragen dieser Art Antwort geben und können sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen? Ist das so? Wenn Sie also dieses Niveau besitzen, wäre das fein, denn dann verstehen Sie gewiss meine Belehrung:
Der US- Botschafter ist Mittler zwischen zwei souveränen Staaten – der BRD und den USA.
Aber er ist kein Parallelkanzler, gell? Wenn Sie sich mit dem kleinen Kurz treffen wollen, fahren Sie nach Wien. Haben wir uns verstanden? Und hören Sie auf, sich in unsere Innen- und Europapolitik einzumischen;die gehen Sie beide einen “Vogelschiss” an, wie ein Gesinnungsgenosse von Ihnen zu sagen pflegt.

Und noch etwas. Vielleicht haben Sie in Ihrer Laufbahn ja das Eine oder Andere nicht so ganz verstanden. Aber ich will es Ihnen gerne erklären. Wenn Ihr Verhalten als Botschafter Ihres Landes lediglich ungebührlich, aber noch im Rahmen der Möglichkeiten als Botschafter angesehen werden kann, gibt es nur eines: Sie kalt zu stellen. Sollte dies nichts fruchten, können wir Sie zur persona non grata erklären. Auch auf die Gefahr hin, dass Ihr Tölpel im WH dann unseren Botschafter ebenfalls ausweist. Das würde uns nicht schmerzen. Mit Amerika ist derzeit ohnehin kein Staat zu machen.

Mit wenig freundlichem Gruß
Lieschen Müller,
Fleischwarenfachverkäuferin


  1. cassandra2010

    Was grenzt an Dummheit und Egopathie?

    Kanada und Mexiko

    c2010

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  2. Ostello Jaeger

    …dieser grenell passt ja irgendwie in die aktuelle riege der öffentlich anmaßenden. amerika hat seine ureigenen interessen und die treten, trump sei dank, immer deutlicher zu tage. kann bzw will unser land sich positionieren, eigene interessen vertreten, gar gegen den imperator, und dessen vasallen, zu denen wir,gezwungenermaßen, selbst gehören?
    interessante frage. nun ja,
    ciao liebe c

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    1. cassandra2010

      Der Große Imperator ändert seine Meinungen und Strategien ja inzwischen im Stundentakt. Unglaublich, so ein Touretti ist immer noch Präsident der USA… und ja, D gehört – leider – weiterhin zu seinen Vasallen, die der Irre im WH genüsslich gegeneinander ausspielt – zur Stunde hat er angeblich Kanada und Frankreich auf der Schippe
      salut, mon cher o.

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