Strickwerk

Mit Scharfsinn schienst Du ausgestattet,
mit Adlerauges klarem Blick,
Netzwerks Häme überschattet
Liebesglück mit Lügenkitt.

In Stricken Du Dir selbst gewebt,
nicht Spinne, nein Insekt, das klebt,
nicht Herr der Dinge, Ding an sich,
Liebe wunschlos weinend wich.

Gift durchtränkt, fein eingesponnen,
im Gespinst der tausend Tränen,
bittersüßes Blut geronnen,
Trauernass wird Liebe zähmen.

Abgelegt als fette Beute
irgendwo am Netzesrand,
zu spät ertönt Verstandsgeläute,
Wahrheit Dich verstorben fand.


6 Kommentare

  1. Harald Blumenau

    *****, gekonnt verdichtet.
    Das Lyrikkraftwerk. auf der falschen Rheinseite. ist wieder am/im Netz.
    Einen lieben Gruß, an die schäl Sick!

  2. Pausenfueller’s avatar

    Hi Harald :-)

    Und zum Kraftwerk ruck-zuck mal dieses von der “falschen” Rheinseite:

    http://www.youtube.com/watch?v=XIu2Fr2nIhI

  3. MokkaSinn

    Die Liebe am feinen Faden,
    verwoben mit dem Glück.

    Verlust durch Netzwerk.
    ?
    !
    :-(

  4. Corina Wagner

    Die Spinnen, die spinnen ja bekanntlich ganz unterschiedlich ihre Fäden zu einem imposanten Netzwerk zusammen…
    Auf die Fadenstärke kommt es an…
    So klug sollte manch einer agieren, wenn er sich ein Netz aufbaut…
    ;-)
    Gruß
    Corina

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