Scherbengericht

Du alter Narr, da stehst Du nun
vor Deinem großen Scherbenhaufen,
was gestern nötig heut zu tun,
Flickversuch, wo Scherben laufen.

Jede Scherbe ein Gericht
über das, Du falsch gemacht,
jede Scherbe wirft ihr Licht,
auf „danach ist zu spät gedacht“.

Jede Scherbe spiegelgleich
ist Zeuge unbesonnener Taten,
jede Scherbe Dorn im Fleisch,
hättst denken sollen, nicht nur raten.

Du alter Narr, da gibt’s nichts mehr,
das zu reparieren wär,
Du alter Narr, ich dummer Hund,
die Scherben sind nun Urteilsgrund.


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3 Kommentare

  1. Ostello Jaeger

    wie wahr,
    und dennoch – aus scherben wird man so etwas ähnliches wie klug…

  2. KLaus Binding’s avatar

    ich stimme Ostello zu, die bei den Scherben verharren sind die Narren, die von Scherbe zu Scherbe mit Erfahrung weiterwandern, sind die Andern… die Chance jeden Tag neu anzufangen…

    Ciao, Klaus

  3. Klaus Binding’s avatar

    P.S. ich hab’ vergesen zu schreiben, dass es wortstarkes, sinniges Gedicht ist !! Ciao K.B.

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