Vorab: Dies ist kein zufällig auf dem Tisch liegen gelassener Zettel, hier schreibt einer, der alles, woran er geglaubt hat, nicht mehr wahrhaben will. Einer, der ab jetzt an allem zweifelt, weil er schon immer hätte an allem zweifeln müssen, weil sich endlich alles zusammengefügt hat – als hätte ich mein anderes Ich, mit all den negativen Gefühlen und Beweggründen und bla bla bla, weggesperrt, in einen Kanister und nun wäre das andere Ich schlussendlich ausgebrochen, nun wären wir wieder vereint und ich könnte endlich wieder klar sehen. Oder kurzgesagt: Es ist eine Abrechnung mit der Vergangenheit; meinem Schmerz – fühl dich also nicht angesprochen.

„Als Joan Didion darüber redete, wirkte sie nicht sehr glücklich. Obwohl sie so Sachen sagte wie: Das ist pures Gold wert, so eine Szene in real life zu sehen!, ist sie ganz offensichtlich nicht unbelastet aus der Sache rausgegangen. Wenn du in einen Raum stolperst und da ein vierjähriges Kind auf Acid vorfindest, ist das natürlich voll die Geschichte, aber sowas lässt dich nicht kalt, vor allem nicht, [weiter ...] »

Als ich ihn in seinem alten Golf vorfahren sah, streckte ich den Daumen in die Luft, hatte wieder gute Laune. Sonnenbrille, Lederjacke und Radio laut aufgedreht, lächelte er mich auch an, war froh mich zu sehen, schüttelte zufrieden den Kopf, weil ich sowas sagte wie: „Haben Sie noch Platz?“ „Ah, hast du ihnen endlich wieder mal gesagt: Fick euch, ich bin in meinem Wochenendhaus in meiner Fickt euch Allee?“, kam von ihm zur Begrüßung. „Mehr so, on the road again.“, warf ich meine Reisetasche hinten auf die Rückbank und schwang mich auf den Beifahrersitz.

Schon fuhren wir mit quietschenden Reifen an, dem Sonnenuntergang entgegen. „Boah, ich könnt jetzt so langsam ein Bier vertragen, wenn ich ehrlich bin.“ „Arbeit so anstrengend gewesen? – Ich hab schon eine Kiste kalt gestellt.“, drehte er das Radio ein Stück auf. Ich ließ mein Fenster runter und ließ meine Hand im Fahrtwind auf und abwirbeln, ließ meine Gedanken kreisen bei dem etwas unüblichen Radio-Klassiker Your Love von The Outfield.

Achja, meine Oma ist gerade bei uns. [weiter ...] »

Fünf Autopiloten, eine Landung, Vogelperspektive:

Indien Kontinent Ozean

Kinderseelen ringsumher

In Schmutz und Schönheit

Uralte Wahrheit [weiter ...] »

Autopilot_4

>> Nochmal zurück zum Autopiloten:

Das protestantisch geprägte Arbeitsethos des Homo Ökonomicus begann sich dort auszubreiten, wo ein gewisser Martin Luther die ethische Forderung an den Menschen stellt, seine Lebenszeit dem Fleiße und der Regsamkeit möglichst ohn Unterlass zu widmen. [weiter ...] »

Autopilot_3

>> Heute Nachmittag haben wir uns ganz spontan dazu entschieden einen etwas abgelegenen, feinsandigen Strandabschnitt am Fluss aufzusuchen. Liegt am östlichen Ufer etwas außerhalb des Ortes. Hier versammelt sich täglich ein buntes Völkchen, Inder und Reisende von über all her… schwimmen ist möglich, aber Vorsicht, die Strömung ist enorm, und es befinden sich Felsen unter der Wasseroberfläche. Außerdem ist das Wassers ziemlich kalt, kommt es doch aus den kuehlen Bergen, und wird von Gletschern gespeist. [weiter ...] »

Die Veranstaltung warb damit, dass die Zeit reif sei für Kulturelle Vielfalt für alle, mit Fragezeichen und Ausrufezeichen.

Kultur traf auf Politik und Künstler*innen auf Veranstalter, um gemeinsam Ziele für einen erfolgreichen inklusiven Kulturstandort Köln zu entwickeln und mit konkreten Maßnahmen umzusetzen – so der Flyer.

Die Eröffnung war an die Präsentation der Ergebnisse des “Runden Tisches” für inklusive Kultur gekoppelt. Über ein Jahr haben sich fünf Arbeitsgruppen getroffen, die alle bestimmte Ziele hatten, um ein Konzept für ein mehrjähriges inklusives Kulturprojekt zu entwickeln und zu präsentieren, welches ein nächster Meilenstein auf dem Weg zu einem dauerhaften inklusiven Kulturstandort in Köln sein wird – soweit so gut. [weiter ...] »

Autopilot_2

>> mehr aus dem Biosphärenreservat Rishikesh…
Die Geschichte mit dem Affen ist ja ganz amüsant, ob sie eine tiefere Bedeutung besitzt, wer weiß, mal sehen. Habe vorgestern so eine Massage bekomme, sehr intensiv, teilweise schmerzhaft, es sollte der Reinigung der Chakren dienen, von Blockaden der Vergangenheit… Der Masseur ist einer verhängnisvollen Blockade auf die Spur gekommen, verursacht durch das Verhältnis zum Vater. Tatsächlich, habe ich gedacht, das war ein echt schwieriges Verhältnis, denn er war, wenn ich ihn brauchte, entweder nicht da, oder da war nicht die väterliche Kompetenz, grob gesagt. Obwohl… Nun ja, er ist nicht mehr unter uns, und kann sich, auch wenn er wollte, nicht mehr aeussern. [weiter ...] »

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