CoLyrik-Kurzgeschichte

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Ein Meer von Grabsteinen

Idyllische Friedhofstille lockt Wilhelm nach draußen. Eine gute halbe Stunde benötigt er spät abends mit Hilfe eines Rollators bis zum Waldfriedhof. Heute will er es tun. Aufstehen und weggehen. Für immer. Früher, als er noch als Stürmer über den Platz flitzte und Schwalben übte, war in der Nähe ein Friedhof. Da wollte er in jungen Jahren nie hin, obwohl dort seine Eltern begraben lagen. Inzwischen gibt es dieses Grab nicht mehr, wie vieles Andere in seinem Leben. [weiter ...] »

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Schnee

„Juchee! Endlich Schnee!“, feixt Kerstin vor Freude, als sie gegen acht Uhr den Rollladen in ihrem Schlafzimmer hochzieht. Draußen ist endlich Winter eingekehrt. 15 cm Neuschnee, soweit das Auge reicht – überall Schnee. Diesen schönen Anblick hat sie sich schon seit Wochen gewünscht. Völlig spontan springt sie in die Luft und kann es kaum erwarten, dass sie die Balkontür zum Lüften öffnen kann. Sie will wenige Minuten später unbedingt einen Schneeball formen, um ihn anschließend für den guten Zweck einzufrieren. [weiter ...] »

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November – Zeit für eine humorvolle Kurzgeschichte…

Beim Discounter

Es ist Anfang November, ein Samstag. Das Leben pulsiert unaufhörlich in den Städten. Dichtes Gedränge und Geschiebe herrscht bereits kurz nach Ladenöffnung beim Discounter, so als gäbe es kein Morgen mehr. Ich versuche cool zu bleiben. Doch wenn ich sehe, wer hier um diese Uhrzeit bereits einkauft, möchte ich nicht sehr alt werden. [weiter ...] »

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Von wegen haarsträubend

Alles fing unspektakulär an. Ich hatte keinen Einfluss darauf. Meine Existenz habe ich ganz banal der Evolution zu verdanken, somit Fluch und Segen zugleich, aber auch Bestimmung. Ich wuchs in einem seltsamen Milieu auf und bin nicht der einzige meiner Art. Nicht einfach, aber für mich kein Problem, so dachte ich zu Anfang. Meine Vorfahren können nichts dafür und deshalb bin ich auch nicht traurig, dass ich in keinem adeligen Körper groß wurde. [weiter ...] »

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Es ist mal wieder Zeit für eine humorvolle Kurzgeschichte…

Der Knall

Ein ohrenbetäubender Knall weckte Lea aus ihrem geliebten Powernapping. Vor Schreck zuckte sie dermaßen ungelenk auf ihrem Ballstuhl zusammen, so dass sie mit einer Hand an die Tasse mit kaltem Katzenkaffee stieß. Bevor sie einschlief, trank sie etwa ein Viertel des noch zu heißen Inhalts und ließ den Rest auf dem Tisch stehen. Lea hatte sich die Zungenspitze verbrannt, da sie nicht damit rechnete, dass der Kaffee so brutal heiß sei, als ihr Kollege Jens diesen mit einem schönen Gruß vom Chef kredenzte. Jetzt ergoss sich das Edelgesöff über den Akten, die für ein wichtiges Meeting bestimmt waren. Hinter ihr ertönte Till-Theodors schallendes Gelächter, das sich nach einer irren Geräuschkulisse anhörte. Es klang nach einer Mischung aus Donald Ducks Geschnatter, dem defekten Lachsack aus ihrer Kinderzeit, dem quiekenden Meerschweinchen ihrer Nichte Mia und der Kultstimme von Lord Helmchen aus Spaceballs. [weiter ...] »

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“Jetzt sage später nicht, du hättest von nichts gewusst…”  :-)

Zum Vatertag

Janine schreibt Lisa eine E-Mail. Im Betreff steht: Vorbereitungen für den Vatertag

Liebe Lisa,

mache nun zum Vatertag Nägel mit Köpfen. Ich habe folgendes dafür organisiert:

6 Säcke a 25 kg Spielsand

1 Fischernetz und Muscheln zum Dekorieren [weiter ...] »

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Das Haus am Wegesrand

Erst wenn ein Mensch stirbt, erkennt man oftmals, dass diese Person außergewöhnlich war. “ Dieser prägnante Satz des Bestatters Nothelfer schwirrte wie ein kleines hyperaktives Totenkopfäffchen durch Mariannes Kopf und sie starrte währenddessen bewegungslos nach draußen. [weiter ...] »

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