Stefan Schürrer

Stefan Schürrer tagged Artikel.

Wir stehen bei ihm in der Küche und machen uns gerade frisch gepressten Orangensaft, schweigen uns dabei an.

Ich könnte ihm von Budapest erzählen, als ich mich da total zum Affen gemacht habe, weil ich auf der Party eine Geschichte erzählen wollte und nichts mehr zusammen bekommen habe, nur noch scheiße gelabert habe. Mich haben alle angeguckt, als wäre ich endgültig verrückt geworden. Jan meinte am nächsten Morgen dazu nur, wir waren ja auch schon betrunken, als wir bei der Party ankamen und übelst übermüdet, mach dir keinen Kopf. Oder ich könnte ihm von meinem Besuch bei Thomas erzählen. Wir haben so gut wie kein Wort miteinander geredet, nur Gitarre gespielt. Ich weiß nicht, ob Thomas da schon ahnte, dass ich kein Vertrauen mehr in meine Worte hatte. [weiter ...] »

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Kolumne, fiktiv #1

Vorhin habe ich mich auf einer Party wieder dazu hinreißen lassen über mein aktuelles Manuskript zu reden. Eigentlich kann man nichts schlimmeres machen, als über sein Schreibprozess zu labern. 1tens möchte es keiner hören und 2tens wollen es die Leute sowieso nur falsch verstehen, habe ich das Gefühl. Sie kriegen es immer ins falsche Halsloch. Ich weiß auch nicht, vielleicht drücke ich mich auch nur unsauber aus – oder ich hatte schon wieder ein Bier zu viel, wer weiß das schon? [weiter ...] »

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“Du wolltest doch nur sehen wie weit du bei mir gehen kannst.”, wirfst du mir still und heimlich vor.

Ich aber dachte wirklich mit dir muss ich die üblichen Spielchen nicht spielen. Das du meine Trickkiste durchschaust und Verständnis entwickelst. Wenn du dir vorkamst, als hätte ich nur mit dir gespielt, tut es mir wahnsinnig leid. – Und falls doch, falls ich doch mit dir gespielt habe, dann nicht so wie du denkst.

Ich war es einfach satt. [weiter ...] »

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Jedes Mal, wenn wir auf dieses Thema zu sprechen kommen, muss ich seltsamerweise fast immer meine Theorie vor den Anderen verteidigen, dass ich halt glaube, dass sich höchst wahrscheinlich viele Künstler mit 27 Jahren umbringen, weil sie begriffen haben was für ein Arschloch sie eigentlich über die ganzen Jahre waren, während sie von Tausenden dafür angefeuert wurden wie sie waren, sie einfach nicht damit klar kamen, dass ihr Selbstbild nicht mit dem Bild der Öffentlichkeit übereinstimmt. [weiter ...] »

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Wir sitzen endlich wieder zusammen, treffen uns dieser Tage im Café.

Unsere altbekannten Bars haben schon längst Pleite gemacht, sind durchs Unwetter zerstört oder aufgegeben worden. – Jetzt trinken wir nur noch eben ein Alster, dann ruft der Alltag auch schon wieder mit all seinen Erwartungen und Verpflichtungen.

„Und? Wie ist die Arbeit so?“ [weiter ...] »

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„Ich find`s immer noch wirklich richtig schade, dass Schottland damals nicht sein Referendum durchgekriegt hat. Das wäre wirklich witzig geworden. Das wär ein tolles letztes Jahr geworden! Stell dir das mal vor, im Jahr 2015 live und in Farbe echt noch zwei so Beispiele mitzuerleben wie neue Staaten entstehen können. Einmal halt der IS und einmal dann Schottland, also einmal mit purer Waffengewalt und einmal per Gesetz völkerrechtlich anerkannt. [weiter ...] »

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„Spiel denselben Song nochmal!“, rufen sie durcheinander und es wird wieder die Cantina Band aus Star Wars IV angemacht, dass alle jubeln. Sie toben und lassen die Gläser klirren, am Kicker-Tisch poltern sie um den Sieg. Für mich ist es nur noch ein sich kratzen und so lange kratzen, bis der Juckreiz aufhört und sich in ein angenehmes Gefühl der Entspannung, der Erleichterung verwandelt, d.h. im schlimmsten Fall auch mal kratzen bis es blutet. Aber Herr Gott, habe ich das vermisst. Es hat mir wieder unter meinen Fingerspitzen gejuckt. [weiter ...] »

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